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Agroforstsysteme

Kennzeichnend für Agroforstsysteme ist die Kombination von Bäumen bzw. Gehölzen der verschiedensten Vegetationsschichten mit Kulturpflanzen (Obstbäume, Gemüse, Kräuter etc.) und/oder Nutztieren

Die Überlegung Agroforstsysteme auch in unserer Breiten für den Anbau von Nahrungsmitteln zu nutzen ist der Tatsache geschuldet, dass die derzeitig praktizierten Anbausysteme überwiegend mit einem Humusabbau einhergehen was u.A. durch die damit verbundene Verringerung des Bodenlebens, des Nährstoffvorrates und der Wasserspeicherkapazität der Böden zu einer stetigen Produktionsminderung führt. 

Da jegliche Vegetation sowie jedes noch so kleine in der Humusschicht gebundene organische   Material ausgleichende Wirkung auf das Klima haben, sind die heutigen intensiven Bodenbewirtschaftungsformen darüber hinaus auch als Mitverursacher von Klimaveränderungen anzusehen und führen regional wie auch global zum vermehrten Auftreten von Klimaextremen.

So wie natürliche Waldökosysteme generell klimaregulierende Funktion haben können Bäume in einem Anbausystem auch speziell diese Funktion erfüllen und durch entsprechende Bewirtschaftung schnell zum Wiederaufbau einer intakten Humusschicht beitragen. Zusammen mit der Beschattung des Bodens führt dies zu einer erhöhten Bodenaktivität und einem erhöhten Stoffumsatz der in Folge zu einer kontinuierlichen Erhöhung bzw. Wiederherstellung der Produktivität des Standortes führt.

Besonders die Erfahrungen in den Tropen und Subtropen zeigen uns, dass Agroforstsysteme diese Möglichkeiten aufweisen. Deswegen wurde in den letzten 50 Jahren die Entwicklung dieser Anbausysteme, aufbauend auf die Erkenntnisse über die traditionelle bzw. indigenen Bodenkultur, kontinuierlich vorangetrieben.

Als einen der Höhepunkte in dieser Entwicklung kann die vom Schweizer Ernst entwickelten Anbaumethode angesehen werden. 

Dieser nutzt den natürlichen Sukzessionsverlauf, beschleunigt diesen und lenkt ihn durch bestimmte Interventionen hin zu einem hochproduktiven Anbausystem. Aufgrund der kontinuierlichen Stoffanreicherung und Komplexifizierung wird diese Anbaumethode auch mit dem Begriff „Syntropische Landwirtschaft“ beschrieben.


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